BIOGRAFIE

Nach ihrem triumphalen Comeback 2020 mit ihrem selbstbetitelten Album gehen die Long Beach Dub Allstars mit „Echo Mountain High“ zurück zu den Wurzeln – und zwar mit voller Wucht. Das Album entführt die Hörer:innen auf eine psychedelische Berg- und Talfahrt durch musikalisches Chaos: Reggae, Rock, Ska, Hip-Hop, harter Dub und Soul verschmelzen zu einem wilden Sound-Erlebnis.

Als die Pandemie die Tourpläne platzen ließ und die Band plötzlich auf Pause stand, nutzten Opie Ortiz und Edwin Kampwirth die Zeit. Nach etwa einem Jahr machten sie sich an die Arbeit und schrieben neue Songs. In Opies Garten richteten sie ihr eigenes musikalisches „Resort“ ein – und aus diesen Sessions entstanden 18 Demos, die später den Grundstein für „Echo Mountain High“ legten.

Gemeinsam mit Gitarrist Michael „Miguel“ Happoldt wählten sie 13 Tracks aus, die es auf das Album schaffen sollten. Die Aufnahmen entstanden direkt auf Band im 64 Sound Studio – das Gerüst stand, jetzt ging’s ans Feinjustieren. Überdubs wurden mit dem legendären Lewis „Lew“ Richards in den 17th Street Studios eingespielt, dazu kamen noch Sessions in den Home-Studios von Mike und Tim. Innerhalb eines Jahres war das Album fertig.

„Dieses Album ist etwas Besonderes“, sagt Bassist Edwin Kampwirth. „Nach der Pandemie war ich mir nicht sicher, ob wir nochmal so ein Projekt stemmen können. Aber die Art, wie Opie, ich und die Crew zusammengewachsen sind, war einfach unglaublich. Jeder hat Gas gegeben, seine Parts mit Hingabe und Respekt eingespielt. Das letzte Album war schön, aber eher ruhig. ‚Echo Mountain High‘ ist das wilde Album, das einfach kommen musste. Wir haben Risiken eingeganen, Barrieren eingerissen – und jetzt sind die Schleusen offen.“

Die Long Beach Dub Allstars waren schon immer Pioniere, die sich nie gescheut haben, musikalisches Neuland zu betreten. Auf „Echo Mountain High“ experimentieren sie mit schweren Psychedelic-Klängen, feiern klassische Dub-Hymnen und liefern waghalsige Sound-Experimente – ein Beweis für ihren freien Geist und ihre Furchtlosigkeit.

Opie Ortiz beschreibt den Sound so: „Beim selbstbetitelten Album ging es um einen alten Vibes, Cameron Webb hatte da eher einen Punk-Rock-Ansatz. Das neue Album hat mehr Soul, wir haben mit vielen Klängen gespielt – zum Beispiel Roger am Mellotron bei ‚Fly So High‘, das gibt dem Track so einen ‚Strawberry Fields‘-Beatles-Vibe.“

Mit auf dieser musikalischen Reise: Chris Dowd (Fishbone), der mit Posaune, Gesang und seinen ikonischen Keys einige Tracks bereichert, Devin Morrison (Expanders/Man Like Devin) und Jesse Wagner (Aggrolites) steuern Gesangsparts bei, Philieano (Doobie Raider) rappt und singt Harmonien, und der Long Beach-Gitarrist Travis Goertz legt auf einem Track einen Slide-Gitarren-Part hin.

Die erste Single „Precious Time“ wurde vom Tōhoku-Erdbeben und Tsunami 2011 inspiriert, bei dem fast 16.000 Menschen starben und Tausende verletzt wurden. Frontmann Opie Ortiz erlebte das Beben hautnah:

„Ich war bei meinem Bruder Philieano in Nagasaki, als es passierte – zum Glück auf der Westseite. Es war ein Weckruf, in einem fremden Land im Ausnahmezustand zu sein. Ein Crew-Mitglied, Yuichiro Oku, der mit der One Big Family Band spielte, sagte mir: ‚Schreib einen Song und nenn ihn ‚Precious Time‘ – denn Zeit ist kostbar.‘“

Die heutige Reggae-Rock-Generation kennt vielleicht nicht die ganze Geschichte dieser Band – doch nach Sublimes Ende 1996 waren die Long Beach Dub Allstars diejenigen, die die Fackel weitertrugen. Damals gab es kein Social Media, keine YouTube-Clips, keine Handyfotos – nur körnige VHS-Aufnahmen und Fotos von Wegwerf-Kameras. Sie spielten in einer Zeit vor Myspace, vor iTunes, vor der digitalen Vernetzung. Und jetzt, nach 15 Jahren Pause, sind sie zurück – mit neuer Musik und alter Energie.
25 Jahre nach ihrer Gründung haben die Long Beach Dub Allstars mit Opie Ortiz (Gesang), Miguel Happoldt (Gitarre), Tim Wu (Bläser), Roger Rivas (Keys), Ed Kampwirth (Bass) und Gil Sharone (Schlagzeug) ein neues Studioalbum geschaffen, das ihr Vermächtnis weiterführt.

„Echo Mountain High“ rollt wie ein Lawine durch die musikalische Landschaft – mit Songs über Jugend, Geister, Polizeigewalt, Liebe, Hass, Leben, Tod und Pilze. Und ja, auch mit dem ein oder anderen „Contact High“ unterwegs.

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